Chaos reigns : : :

23 Dez

 

Die letzte Wochen waren chaotisch, diffus, anstrengend und wirr; durchgeknallt; surreal; rasend wie eine Achterbahnfahrt. Ein Leben wie im Rausch. So fühlt sich das Leben wie Leben an. Es fühlt sich an. Immer weiter, niemals aufhören und nicht zurückblicken. Ankommen? Wo eigentlich? Oder bei wem? Rasten – obwohl kein Rastplatz, nirgendwo?

Die Maschine prozessiert unaufhaltsam weiter, in meinem Kopf, in meinem Körper, in meiner Imagination. Sie ist die Fackel, deren Flamme niemals ausbrennt (ausbrennen darf), die Charybdis, deren Sog niemals zum Stillstand kommt (kommen darf).

Unerwartet? Nein, unvermeidlich. Nicht mal die Zeit finden, um kurz Revue passieren zu lassen. Schon quält der Gedanke, es müsse weitergehen, die Maschine muss weiterlaufen, mehr Texte herstellen, mehr Informationen prozessieren, mehr Szenarien durchspielen, mehr Impulse erzeugen. Ungesund? Ich bin nicht die beschissene Pharmaindustrie und von zuträglicher Lebensführung weiß ich nur wenig. Ein Silbersteif am Horizont? Nett gemeint, aber ich will den ganzen verdammten Horizont!

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6 Antworten to “Chaos reigns : : :”

  1. su Dezember 24, 2011 um 11:12 am #

    du sprichst mir aus dem herzen..nicht zum ersten mal..ein so gaaanz anderer blog.merci

    der ganze verdammte horizont für alle!!!su

  2. thebabyshambler Januar 5, 2012 um 1:02 am #

    man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können…

  3. lorelei Januar 9, 2012 um 5:24 pm #

    Eine Revolution wie im Rausch?

    Merkt ihr nicht, daß ihr die Menschen dabei vergeßt, die ihr ansprechen wolltet, und gleichzeitig der Suchtgefahr eines ewigen Rausches erliegt? Wer braucht so was? Ihr selbst, nehme ich an?

    Wer denkt noch daran, was eigentlich mal gewollt war?
    Wo soll das hinführen? Zum ewigen Exzeß? Zum Overkill des Rausches? Für wen?

    Unglaubwürdigkeit ist die Folge. Niemand nimmt Süchtige wirklich ernst. und auch Flyer, wie gut sie auch sein mögen, erhöhen nicht die Glaubwürdigkeit, wenn diese einmal verspielt ist.

    • anewsolarplexus Januar 10, 2012 um 1:27 am #

      Verstehe den Post nicht ganz. „Rausch“ ist ja ganz offenbar eine Metapher und spielt darauf an, dass es Mut und Hoffnung macht, wenn plötzlich so viele Leute mit ihrer Passivität brechen, den Arsch hochkriegen und für ihre Rechte auf die Straße gehen. Warum monierst Du den „Rausch“ der Wenigen statt den Zynismus der Vielen, die, obwohl sie ihren Zustand beklagenswert finden, doch nichts dagegen tun? Was sagt das über Dich bzw. Deinen Post aus?
      „Suchtgefahr eines ewigen Rausches“/“Overkill“/“Exzess“? Ist ein bisschen arg hochkonstruiert. Keine Ahnung, wo Du das hernimmst. Der Text spiegelt eine subjektive Empfindung einer Einzelperson zu einem bestimmten Zeitpunkt wider. Dass ein (mitunter) emotionales committment für eine Sache auch (manchmal) starke positive Gefühle erzeugt ist auch kein Geheimnis. Dass der Großteil der Angelegenheit verdammt viel Zeit und konzentrierte Arbeit erfordert ebensowenig. Ich weiß auch nicht, wo Du das „ihr“ hernimmst. An dem Blog schreibt eine Einzelperson.

  4. Jo Januar 15, 2012 um 12:35 am #

    Deine Texte sind kräftig. lebendig. zum Leben erweckend. Danke dafür.

    Warum solarplexus? und was ist daran new?

    • anewsolarplexus Januar 17, 2012 um 8:18 pm #

      danke für die blumen.
      anewsolarplexus ist eine metapher, ein code. und steht für sich.:)

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